Erfinder gibt es seit Anbeginn der Menschheit. Alles was wir heute in die Hand nehmen und auf welche Weise auch immer benutzen, wurde irgendwann von einem Menschen entdeckt und im Laufe der Zeit weiterentwickelt, verbessert und variiert. Aus der anonymen Masse unzähliger namenloser Entdecker aus grauer Vorzeit ragten mit zunehmender Zivilisation immer mehr Erfinder aus Antike und Altertum heraus, deren Namen und Werke bis heute bekannt sind. Mit fortschreitender Weltgeschichte erscheinen uns die Errungenschaften großer Entdecker geläufiger und wir verbinden deren Entdeckungen mehr oder minder automatisch mit demjenigen, der sie der Menschheit bescherte. Oft gedenkt man ehrfürchtig der großen Erfinder, die wie beispielsweise Thomas Alva Edison und Artur Fischer als geniale Techniker ihre Entdeckungen quasi am laufenden Band lieferten. Doch war es diesen genialen Erfindern auch vergönnt ihre Erfindungen auch in klingende Münze umzusetzen? Historische Erfinder waren nicht immer geschickte Kaufleute, die es verstanden, ihre Schöpfungen mit Gewinn unter die Leute zu bringen. Erfindungen vermarkten war damals schwerer als es heute scheint. Vor der für die Erfinder segensreichen Einführung des Patentrechts konnte jeder, der in den Besitz einer zukunftsträchtigen Erfindung gelangte, diese auch als sein eigenes Werk verkaufen und vermarkten. Die Erfinder selbst waren oft nur auf die Umsetzung ihrer Ideen bedacht und dazu noch auf Geldgeber und Sponsoren angewiesen, die nach vollbrachter Leistung stets den Löwenanteil aus dem Gewinn einer neuen Erfindung schlugen. So können durch die Einführung des Patentrechts zumindest die technischen Erfindungen dem Entdecker zugeschrieben werden – ein Vorzug, der Erfindern von wissenschaftlichen Theorien, mathematischen Methoden und Heilverfahren leider versagt bleibt.
geschrieben von findur am 24.06.2009 - 15:44:11 - letzte Bearbeitung am 24.06.2009 - 18:15:48